Schulleben

„Bunker, Baum und Bock“ vom

Die Klassen 9a, 9b und 10c sind am 27. März nach Dachau gefahren. Ziel der Fahrt war die staatsbürgerliche Aufklärung über die Gräueltaten der Nationalsozialisten.
 
Vorbereitet durch den Geschichtsunterricht und einen informativen Kurzfilm mit Originalaufnahmen, folgte vor Ort die Führung durch die KZ-Gedenkstätte.
Dachau hatte unter den KZs eine Sonderstellung, denn, am 22. März 1933 eröffnet, war es als erstes Arbeitslager der SS Vorbild für weitere Lager.
 
Zu Beginn wurden dort v. a. politisch Andersdenkende inhaftiert, unter anderem KPD –und SPD Abgeordnete. Später kamen dazu auch Emigranten, Zeugen Jehovas, Homosexuelle und Juden.
Nachdem die Neuinhaftierten den Eingang, das sogenannte Jourhaus mit der sarkastischen Aufschrift „Arbeit macht frei“ passiert hatten, wurden sie von SS- Leuten mit Stöcken geschlagen und verspottet. Mit Häftlingsanzügen und dazugehörigen Winkeln beziehungsweise Nummerierung ausgestattet, aber ihrer Individualität beraubt, wurden die kahl geschorenen Gefangenen zur Arbeit kommandiert. Bei kleinsten „Mängeln“, beispielsweise beim akkuraten Bettenmachen der mit Stroh gefüllten „Tischdecken“, hatten sie willkürliche Strafen der SS-Männer zu erwarten. Dazu gehörte unter anderem ohne jegliche wärmende Kleidung im Winter bis zu 20 Stunden auf dem Appellplatz stramm zu stehen.
 
In Dachau waren besonders die „drei Bs“, nämlich „Bunker, Baum und Bock“, gefürchtet. Eingesperrt im Bunker mussten Häftlinge teils wochenlang auch im Dunkeln oder nur im Stehen ohne ausreichende Nahrung ausharren. Unter der Strafe am Baum oder Pfahl verstand man, dass den Gefangenen die Hände am Rücken zusammengebunden wurden, um sie anschließend so hochzuziehen. Hierbei kam es zum Auskugeln der Schultergelenke, was natürlich für das Opfer enorme Schmerzen bedeutete. Die Strafe am Bock war unter der SS sehr beliebt, denn man konnte die Häftlinge überall spontan schikanieren. Zu ertragen hatte der Inhaftierte dann mindestens 25 Stockschläge, oft auch parallel von zwei Männern ausgeführt.
 
Insgesamt kann der Besuch der Gedenkstätte als sehr gewinnbringend angesehen werden, man konnte Eindrücke in ein sehr dunkles Kapitel deutscher Geschichte bekommen und hat nun großen Respekt vor den Opfern, die diese Qualen erleiden mussten.
 
 

Rudern statt abtreiben vom

Es ist wieder so weit: In den nächsten Monaten wird erneut in vielen niederbayerischen Elternhäusern gegrübelt.
Schule und Schulausbildung sind heute keine Einbahnstraße mehr, sondern bieten Abzweigungen und Seitenwege, sich neu zu orientieren. Um darzustellen, dass der „Seitenweg Wirtschaftsschule“ kein Holzweg ist sondern für viele Schüler die Straße zum erfolgreichen Schulabschluss, stellte sich die gesamte Schulfamilie Pindl am vergangenen Freitagnachmittag vor. Interessenten waren dazu eingeladen, sich von der Einrichtung, der Vielzahl an schulischen Aktivitäten sowie der praxisnahen Ausbildung ein Bild zu machen. Dieses Angebot ließen sich die zahlreich erschienenen Eltern und zukünftigen Wirtschaftsschüler nicht entgehen.
 
Freundlich empfangen von sogenannten „Guides“-Schülerinnen und Schülern bekamen die Eltern in der Aula wichtige Informationen über die Schullaufbahn, den Stundenplan und über berufliche Chancen nach Abschluss der Prüfungen. Der Schulleiter, Dipl.-Kfm. Reinhard Schmidt, stand neben der allgemeinen Einführung auch zu Fragen aus dem Kreise der Eltern gerne Rede und Antwort. An dieser Stelle konnte auch die sehr zentrale Lage zum Bahnhof als einer der vielen Pluspunkte der Schule angeführt werden.
 
„Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück“, so der Schulleiter über das diesjährige Motto der Schule in der Informationsveranstaltung. Um diesem Motto gerecht zu werden, ging es für die zukünftigen Wirtschaftsschüler gleich in die Praxis mit einem „Abstecher“ in alle Fächer. Denn die vollständig mit Whiteboards und Dokumentenkameras ausgestatteten Klassenzimmer luden die Besucher ein, einen Eindruck des lebendigen und methodisch interessanten Unterrichts zu erhalten. Unter anderem konnte man das wirtschaftsschuleigene Fach Übungsfirmenarbeit kennenlernen, das hervorragend auf das spätere Berufsleben im betriebswirtschaftlichen Bereich vorbereitet. An einem Messestand der hauseigenen Übungsfirmen bestand die Möglichkeit, erste Informationen über das Fach einzuholen. „Meine, deine, unsere Welt; Europa als Kontinent der Vielfalt“, hieß es bei einem Projekt der Klasse 8a, dort wurde ein Blick in verschiedene Länder und Kulturen gewährt. Mit schülerorientierten kleinen Lernsituationen konnten die Besucher spielerisch erfahren, was das Fach Erdkunde ausmacht.
Auch die Teilnahme an der Schulrallye war für zukünftige Schüler äußerst interessant, denn auf diese Weise lernten sie die Räumlichkeiten der Schule kennen und kamen so automatisch mit der Schulfamilie ins Gespräch. Außerdem konnte ein von den Abschlussklassen initiierter „Schul-Weltladen“ das Interesse der jüngeren Schüler für fair gehandelte Produkte wecken. Die an der Schule angebotene offene Ganztagsbetreuung, die eine sinnvoll gestaltete optionale „Rundumbetreuung“ darstellt, zeigte eine breite Palette an Freizeitmöglichkeiten für Schüler unter dem Stichwort „Freizeit aktiv“.
 
 
Dafür, dass bei der Angebotsvielfalt auch das leibliche Wohl nicht vergessen wurde, sorgte eine Gruppe Abschlussschüler, die, unterstützt von zahlreichen Spendern, im „Schulcafe“ zu kostenlosem Kaffee und Kuchen einlud. Zur weiteren Bewirtung trug ein Imbiss im Speisesaal der Schule bei. Am Ende war von vielen Besuchern zu hören, dass sie mit der Wirtschaftsschule Pindl eine „neue Schule“ für ihr Kind gefunden haben, in der die individuelle Persönlichkeitsentwicklung ihrer Sprösslinge und die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Elternhaus in einer familiären Atmosphäre großgeschrieben wird. Und auch die Lehrerschaft und Schulleitung stehen schon jetzt wieder bereit, um sich zusammen mit ihren Neulingen in die Fluten der Lehr-und Lernanforderungen zu stürzen. Die Hemdsärmel sind hochgekrempelt zum effektiven und gemeinschaftlichen Rudern für einen gelungenen Schulabschluss in einem mittlerweile nach ISO 9001:2008 zertifizierten Haus. Qualität macht eben Schule!
 
   
       
       

Gäubodenmuseum vom

Ein Stück Nachkriegsgeschichte wird lebendig. Das Haus der Bayerischen Geschichte in München präsentiert einen Teil seiner bisher erfolgreichsten Ausstellung im Gäubodenmuseum in Straubing.

Die Ausstellung „Wiederaufbau und Wirtschaftswunder“ vermittelt nicht nur Fakten, sondern das Lebensgefühl der 50er und 60er Jahre, was diesen Lernort auch für Schüler der Abschlussklassen interessant machte.

Zu den Erinnerungsstücken an die Nachkriegszeit gehören ein Friseursalon mit bunten Waschbecken, original Einreise-Visa damaliger Flüchtlinge, zahlreiche Film-und Tondokumente; eine Schlager-Jukebox ist aufgestellt, in einer Vitrine hängen Kinoplakate, die auf den Film „Die Sünderin“ mit Hildegard Knef hinweisen.

Erste Exemplare der den Schülern bekannten Zeitschrift „Bravo“ konnten außerdem begutachtet werden. Besonderes Erstaunen riefen auch die sehr sachlichen und direkten Heiratsanzeigen aus den 50er Jahren hervor.

Die Schüler beschäftigten sich selbstorganisiert mit den verschiedenen Themen, die vom Krieg in der Heimat, der Demokratisierung über die Währungsunion bis hin zur Rolle von Mann und Frau reichten.

„Alltagsgegenstände – die kleinen und großen Dinge der 50er und 60er Jahre – sind Brücken für das Gedächtnis, für eine lebendige, greifbare Erinnerung. Damit verbinden sich konkrete Vorstellungen an bestimmte Situationen, an Menschen, an Begegnungen, an Gespräche, sicher auch an Hoffnungen und Träume“, sagte Barbara Stamm in einer Eröffnungsrede der Wanderausstellung und spricht damit sicherlich vielen Besuchern, auch unseren interessierten Schülern, aus dem Herzen. Der Besuch dieser Ausstellung wurde von den Abschlussschülern als sehr gewinnbringend eingeschätzt, denn man bekam einen lebendigen und äußerst anschaulichen Einblick in die deutsche Nachkriegsgeschichte.

 


Berufswahlseminar der AOK vom

Fragen, auf die man als Bewerber vorbereitet sein muss, wurden im Berufswahlseminar der AOK geklärt.
Die Klassen 9 a, 9 b und 10 c nahmen im Rahmen des Deutsch-Unterrichts mit ihren Lehrkräften Frau Weigl und Herrn Stautner am 14., 15. und 16. 01.an einem eintägigen Berufswahlseminar der Gesundheitskasse AOK teil.
Wie aus den Vorjahren gewohnt führte Frau Silke Buchner interessant zum Thema „Berufswahlprozess“ hin. Die Schüler wurden durch eine Gruppenarbeit und eine anschließende Präsentation der Ergebnisse für ihre eigenen Prioritäten in Bezug auf den zukünftigen Arbeitsplatz beziehungsweise den Arbeitgeber sensibilisiert.
Anschließend sollte den Schülern durch das Ausfüllen eines Stärken- und Schwächenprofils bewusst werden, worin ihre individuellen Chancen liegen.
Zudem wurden Informationsmöglichkeiten für Ausbildungsstellen diskutiert, hierbei wurde besonders das Recherchieren im Stellenmarkt der regionalen Tageszeitung mittwochs und samstags in den Fokus gerückt. Eine Stellenanzeige in der Zeitung ist häufig anders aufgebaut als ein Internetangebot, um dies zu verdeutlichen, wertete die Gruppe jeweils ein Angebot aus.
Auf eine erfolgreiche Bewerbung für einen Ausbildungsplatz folgt meist der telefonische Erstkontakt, der im Anschluss auch mit Schülern geübt wurde. Dass die Nachfrage nach der Schreibweise bei Namen des Ausbildungsleiters oft sinnvoll sein kann, wurde den Jugendlichen schnell klar, als Frau Buchner vor Augen führte, dass es bei einer Vielzahl von Bewerbern auch ausschlaggebend sein kann, ob man den Namen seines Ansprechpartners kennt bzw. korrekt schreiben kann. „xy da“ oder „xy am Hörer“ als Begrüßungen am Telefon wurden schnell in die Kategorie „ungeeignet“ eingestuft, aber dass eine Grußformel á la James Bond gefragt ist, musste den Schülern verständlicherweise erst näher erläutert werden.
Frau Buchner wiederholte auch die wichtigsten Faktoren der schriftlichen Bewerbung, ehe die Schüler wieder aktiv in das Geschehen eingebunden wurden, sie durften ihre Kenntnisse an einem Original-Einstellungstest der AOK testen.
Zum Abschluss des Seminars wurde der von den Jugendlichen „gefürchtete“ Teil mit Videodokumentation geübt, einzelne Schüler durften ein Vorstellungsgespräch üben. Hierbei wurde den Schülern klar, worauf beim Verhalten Wert gelegt wird und auf welche Fragen die angehenden Bewerber gefasst sein müssen. Denn ein Bewerber im Bereich des KFZ-Mechatronikers kann durchaus in einem Bewerbungsgespräch nach dem groben Aufbau eines Motors gefragt werden oder sollte er auch wissen, wer beispielsweise die Automarke des angestrebten Arbeitgebers in der Formel 1 fährt.
Insgesamt kann die Veranstaltung als sehr gewinnbringend angesehen werden und die Schüler fühlen sich damit gut auf den „Bewerbungsmarathon“ vorbereitet.

Besuch im BIZ vom

 

Auch wenn in Zeiten sinkender Geburten-und Absolventenzahlen deutliche Entlastungen auf dem Ausbildungs-und Arbeitsmarkt zu verspüren sind, kommt einer guten Orientierung im Vorfeld der Berufswahl nach wie vor besondere Bedeutung zu.

Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 a, 9 b und 10 c der Wirtschaftsschule Pindl erhielten durch den Besuch des Berufsinformationszentrums in Deggendorf einen wertvollen Einblick in den Berufswahlprozess. Herr Ebner und Frau Kraus von der Agentur für Arbeit stellten sich nicht nur als Berufsberater und persönlicher Ansprechpartner vor, sondern gaben einen Überblick zu wesentlichen Etappen und Terminen für den anstehenden „Bewerbungsmarathon“. Außerdem wurden wertvolle Strategien vermittelt, wie man aus dem fast unüberschaubaren Angebot von Ausbildungsplätzen die richtige Stelle für seine Interessen und Fähigkeiten finden kann. 

Zur Erkundung standen den Schülerinnen und Schülern verschiedene Wege offen. Am PC bzw. im Internet-Center ließen sich Berufe multimedial vorführen. Es gab kleine Filme und alle wichtigen Informationen zu Ausbildungsberufen. Wurde ein Beruf von Interesse entdeckt, konnte man sich diese Informationen ausdrucken lassen. Außerdem standen Lesemappen, Bücher, Broschüren, Prospekte, Merkblätter und andere Publikationen zur Information bereit.

Insgesamt kann der Besuch des BIZ auch dieses Jahr wieder als sehr bereichernder und interessanter Einblick in den „Dschungel der Berufswahl“ gesehen werden.